Vorweihnachtliche Feier des Bundes der Kriegsblinden Deutschlands e. V.

Lob für Arbeit der Kriegsblinden - Vertreter von Politik, Militär und Gesellschaft dankten für das Engagement.

Begrüßte die zahlreichen Gäste und Redner im Bümmersteder Krug: Heinrich Johanning (links), Bezirksvorsitzender des Bundes der Kriegsblinden

 

Oldenburg Die Reihen im Bund der Kriegsblinden Deutschlands (BKD) werden von Jahr zu Jahr lichter. Aber auch 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hält die Gemeinschaft im Nordwesten zusammen. Am Sonnabend fand die vorweihnachtliche Feier des Bezirkes Weser-Ems und Bremen im Bümmersteder Krug in Oldenburg statt. „Die Zahl der vielen Gäste gibt uns Gewissheit, fest in der Gesellschaft verankert zu sein. Es ist ein Zeichen der Verbundenheit mit uns“, sagte Bezirksvorsitzender Heinrich Johanning (89).

Zahlreiche Gäste aus Politik, Militär und Gesellschaft nahmen an der Feier teil.

„Die Gesellschaft lebt von den Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Die Kriegsblinden tun dies“, lobte der scheidende Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Thomas Kossendey.

Neben zahlreichen weiteren Grußworten stand der Vortrag von Horst Milde zum Thema Werte im Mittelpunkt. Milde warnte vor „einer teilweisen Bedenken- und Sorglosigkeit und einer Gleichgültigkeit verbunden mit Eigennützigkeit, einem oberflächlichen Nicht-Ernstnehmen, einem Wegschauen“. Die ungeschriebene Regel „Das tut man nicht“ sei vielfach außer Kraft getreten. Nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Bereich.

Die Bankenskandale und Machenschaften von Inhabern hoher politischer Ämter der vergangenen Jahre wären, so Milde weiter, vor Jahrzehnten undenkbar gewesen. Dazu komme eine immer größer werdende Verantwortungslosigkeit. „Bedenklich ist dabei, dass vielfach das ganz normale Unrechtsbewusstsein abhanden gekommen ist.“ Und Milde appellierte, auch die christlichen Werte nicht verkommen zu lassen. „Weihnachten ist das Ereignis, auf das sich unser Glaube stützt und nicht der Islam, der nach den Worten eines früheren Bundespräsidenten zu unserem Land gehört.“

 

Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg

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