1,3 Milliarden Euro für Niedersachsens Krankenhäuser

Evangelisches Krankenhaus, Klinikum und Pius-Hospital in Oldenburg erhalten insgesamt knapp 20.000.000 Euro aus Investitionsprogramm

Das Land investiert in die Zukunft seiner Krankenhäuser und baut den Sanierungsstau an Niedersächsischen Kliniken auf einen Schlag ab. Insgesamt 1,3 Milliarden Euro werden für das Krankenhausinvestitionsprogramm bis ins Jahr 2020 aufgewendet – eine bislang einmalige Investitionssumme.

Für die Umstrukturierung des OP/Ersatz des F-Flügels erhält das Pius-Hospital in Oldenburg in diesem Jahr seitens des Landes eine Investitionsförderung in Höhe von 8,7 Millionen Euro, zur Ausstattung einer Weaning-Einheit zusätzlich noch einmal 200.000 Euro.
Das Evangelische Krankenhaus erhält 10,5 Millionen für den ersten Bauabschnitt des Neubaus eines Funktionstraktes.
Für die Implementierung eines Unit-Dose-Systems in der Apotheke erhält das Klinikum in Oldenburg in diesem Jahr seitens des Landes eine Investitionsförderung in Höhe von 500.000 Euro.
Die entsprechenden verbindlichen Förderbescheide lässt das Niedersächsische Sozialministerium den Krankenhausträgern gerade zustellen.

„Das sind gute Nachrichten für die Stadt Oldenburg. Mit dem Geld können jetzt die jeweiligen dringenden Projekte finanziert werden“, erklärt dazu der SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange.

„Mit den verbindlich bereitgestellten Investitionsmitteln des Landes wird die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort deutlich verbessert“, sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. „Es geht darum, dass unsere Krankenhäuser eine hochwertige Behandlung der Patientinnen und Patienten sicherstellen und fit für die Zukunft gemacht werden. Zudem brauchen wir gute und faire Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte, ohne die in einer Klinik gar nichts geht.“

FAKTEN
Wie errechnet sich der in dieser Pressemitteilung genannte Betrag von rund 1,3 Milliarden Euro, der in Niedersachsen von 2016 bis 2020 für Krankenhausinvestitionen bereitgestellt wird?

– circa 600 Millionen Euro stammen aus dem Sonderinvestitionsprogramm (auch „Sondervermögen“ genannt)
– 600 Millionen Euro umfasst die jährliche Investitionsförderung für Krankenhäuser (120 Millionen Euro von Land und Kommunen – fünf Jahre lang)
– circa 90 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds von Bund und Land

Während die anderen Mittel aus dem Landeshaushalt bereitgestellt werden, wird das Sonderinvestitionsprogramm/Sondervermögen im Umfang von rund 600 Millionen Euro von Land und Kommunen längerfristig finanziert (Laufzeit 25 Jahre). Der Vorteil ist, dass auf diesem Wege der Investitionsbedarf der niedersächsischen Kliniken sofort gedeckt werden kann – sie können umgehend mit dem Bau beginnen, der Investitionsstau wird auf einen Schlag abgebaut.
Zu den 1,3 Milliarden Euro hinzu kommen in diesem Zeitraum noch mehr als 500 Millionen Euro Pauschalförderung des Landes für Niedersachsens Kliniken, jährlich mehr als 100 Millionen Euro.

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