SPD und CDU wollen berufliche Bildung stärken

SPD und CDU wollen berufliche Bildung stärken und Sofortmaßnahmen für eine bessere Unterrichtsversorgung auf den Weg bringen

Hannover/Oldenburg, 21. Juni 2019

Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU im Landtag sind sich der hohen Bedeutung der beruflichen Bildung bewusst. Die Forderungen aus den Schulen und der Wirtschaft nach besseren Rahmenbedingungen in den Berufsbildenden Schulen nimmt die Koalition ernst und hat am Donnerstag, 20. Juni, einen Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht, der die Stärkung der beruflichen Bildung sowie Sofortmaßnahmen für eine bessere Unterrichtsversorgung fordert.

Dazu der Oldenburger SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange: „Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns für eine gleichwertige Behandlung von beruflicher und akademischer Bildung ein und wollen mit dem Entschließungsantrag das Zeichen setzen, dass sich die Akteure in der beruflichen Bildung auf unsere Unterstützung verlassen können.“

Der Entschließungsantrag der Fraktionen fordert folgende Umsetzungsschritte:

  • Die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs, der die Unterrichtsversorgung an Berufsbildenden Schulen weiter verbessert und es den Schulen ermöglicht, zügig und flexibel auf aktuelle Stellenbedarfe zu reagieren.

  • Die schwerpunktmäßige Erhöhung des Mittelansatzes für die Berufsbildenden Schulen mit dem Ziel, die Bildungseinrichtungen in den kommenden Jahren wieder mit sicheren Budgetmitteln und mehr Vollzeitlehrerstellen auszustatten.

  • Die Prüfung, wie die 260 befristeten Lehrkräftestellen sowie die 50 befristeten Stellen für sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Berufsbildenden Schulen im System verstetigt werden können.

  • Die Schaffung von weiteren Unterstützungsangeboten, angesiedelt bei der Landesschulbehörde als „Service-Dienstleister“ im Sinne eines Regionalmanagement.

Die berufliche Bildung in Niedersachsen steht vor großen Herausforderungen, der Trend zur Akademisierung ist dabei ebenso zu nennen wie die Anpassung der Lehrpläne an die Entwicklungen der fortschreitenden Digitalisierung praktisch aller Berufsfelder.

Eine wichtige Säule für eine starke Berufliche Bildung in Niedersachsen ist die Lehrkräfte- und Unterrichtsversorgung. Die Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen hat sich im laufenden Schuljahr um 1,3 Prozentpunkte auf durchschnittlich 90,7 % erhöht.

„Dieses ist zwar eine positive Entwicklung, aber noch nicht zufriedenstellend. Mehr als an anderen Schulformen besteht im berufsbildenden Bereich akuter Fachkräftebedarf. Um hierauf individueller reagieren und eine gute Unterrichtsversorgung sicherstellen zu können, müssen die Berufsschulen bei der Personalplanung flexibel agieren können und die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen“, so Hanna Naber, SPD-Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag.

Zudem brauchen wir in Niedersachsen mehr grundständig ausgebildete Lehrkräfte für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen, wozu es eines deutlichen Ausbaus an Studienkapazitäten bedarf.

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