Demenzkranke in Oldenburg besser versorgen – über 300.000 € für Klinikum

Von einer Alzheimer-Erkrankung oder einer anderen Form der Demenz sind derzeit schätzungsweise rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. In Niedersachsen sind heute schon mehr als 150.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren an Demenz erkrankt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer immer älterwerdenden Gesellschaft wird die Anzahl an Demenz erkrankter Menschen weiter steigen. Demente Patientinnen und Patienten reagieren im Krankenhaus oft mit Angst und Unruhe oder versuchen, die Klinik zu verlassen. Sie haben oftmals keine Krankheitseinsicht und können je nach Krankheitsstadium häufig auch keine Auskunft über sich, ihre Beschwerden und Wünsche geben.

Das Klinikum Oldenburg will im Demenzbereich Personal für die Bezugspflege qualifizieren, das nicht mehr im Schichtdienst beziehungsweise gar nicht mehr in der Pflege aktiv ist. Die SPD-geführte Landesregierung bewilligte dem Klinikum dafür nun im Rahmen des Wettbewerbs „Demenzkranke im Krankenhaus besser versorgen“ 308.120,80 € für ihr Modellprojekt gegen Demenz.

„Demenz kann jeden von uns treffen. Umso wichtiger finde ich es, mit diesem Krankheitsbild sensibel und patientenorientiert umzugehen. Wir müssen auf die Bedürfnisse dieser Patientinnen und Patienten eingehen können. Das Projekt des Klinikums ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so die Abgeordnete Hanna Naber (SPD).

„Die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Krankenhaus ist eine besondere Herausforderung für Angehörige und für die Beschäftigten. Das Klinikum kann mit den bewilligten Mitteln die Situation von Demenzkranken während eines stationären Krankenhausaufenthaltes nachhaltig verbessern. Das Geld ist dementsprechend sehr gut angelegt“, so der Abgeordnete Ulf Prange (SPD).

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