Gute Nachrichten für Oldenburg – die akademische Hebammenausbildung startet am Standort Oldenburg

Die Oldenburger Landtagsabgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange haben aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur erfahren, dass die akademische Hebammenausbildung in Niedersachsen im Wintersemester 2020/21 startet. Angeboten werden zwei grundständige Bachelorstudiengänge „Hebammenwissenschaft“, einer an der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg am Standort Oldenburg, einer an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen am Standort Göttingen. Die Hochschule Osnabrück und die Medizinische Hochschule Hannover werden mit ihren Angeboten zum Wintersemester 2021/22 folgen. Ziel der Landesregierung ist es, insgesamt etwa 140 zusätzliche Studienanfängerplätze an vier Standorten im Land zu schaffen.

„Wir benötigen in Niedersachsen eine qualifizierte Hebammenausbildung. In Oldenburg und Göttingen können nun die ersten Studierenden starten und ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg“ so Hanna Naber.

„Eine besondere Errungenschaft ist die Ausbildungsvergütung, die möglichst vielen motivierten jungen Leuten das Studium erleichtern soll. Dabei soll die Fachexpertise der Hebammenschulen umfangreich genutzt werden.“ erklärt dazu Ulf Prange.

In den Jahren 2020 und 2021 stellt die Landesregierung für die Maßnahmen rund 4,8 Millionen Euro bereit. Eine langfristige Finanzierung ist eingeplant. Bislang haben pro Jahr ca. 100 Hebammenschülerinnen und Entbindungspfleger ihre Ausbildung in Niedersachsen begonnen. Es werden also künftig mehr Studienplätze für den akademischen Ausbildungsweg zur Verfügung stehen, als derzeit Berufsfachschulplätze vorhanden sind. So kann die hohe Nachfrage nach Hebammen vor allem in der Geburtshilfe gedeckt und der akademische Nachwuchs in diesem Bereich sichergestellt werden. Die Hebammenausbildung wird deutschlandweit auf ein akademisches Studium umgestellt. Bundestag und Bundesrat hatten die Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie im Januar 2020 beschlossen. Bislang wurden Hebammen und Entbindungspfleger drei Jahre lang an Hebammenschulen ausgebildet. Die akademisierte Ausbildung findet in einem siebensemestrigen Studium statt, das mit einem Bachelorabschluss und der staatlichen Anerkennung als Hebamme endet.

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