Sechs Millionen für grünen Wasserstoff – DLR Institut und Uni Oldenburg profitieren

Wie die Oldenburger Abgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange (beide SPD) heute aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur erfahren haben, erhält das Innovationslabor „Wasserelektrolyse: Vom Material zum System“ rund 1.2 Millionen Euro, um die Wasserstoffforschung in Niedersachsen voranzutreiben. Mit dem DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme und der Universität Oldenburg sind gleich zwei Oldenburger Forschungsstätten am Verbund beteiligt.

Weitere Partner sind die Leibniz Universität Hannover, TU Braunschweig, TU Clausthal, das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut Goslar.

Damit ist der Verbund eines von fünf Innovationslaboren, das mit insgesamt knapp 6 Millionen Euro vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird.

„Ich freue mich, dass wir in Oldenburg gleich zwei hochrangige Forschungsinstitute vorweisen können, die sich an der Zukunftstechnologie Wasserstoff beteiligen. Das stärkt unseren Standort als Wissenschaftsstadt“, so Hanna Naber.

Ulf Prange ergänzt: „Wenn wir es ernst meinen mit unseren Klimazielen, müssen wir in neue Technologien investieren. Grüner Wasserstoff kann dabei eine entscheidende Rolle spielen – wenn wir ihn richtig nutzen.“

Die erste Phase der Ausschreibung „Innovationslabore für Wasserstofftechnologien“ war bereits Anfang Juli 2020 an den Start gegangen. Rund 500.000 Euro hatten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Ausarbeitung detaillierter Forschungsansätze vergangenes Jahr erhalten. Jetzt werden die Verbünde ihre Forschungsideen konkret umsetzen, um das Marktpotenzial von Wasserstoff zu erschließen.

Die geförderten Innovationslabore werden unter dem Dach des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) mit vielfältigen und innovativen Ansätzen einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer leisten und Land und Bund damit auch den für 2030 gesetzten Klimazielen ein wenig näherbringen.

Begleitet wurde das Auswahlverfahren auch für die zweite Förderrunde von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN), die die unabhängige wissenschaftliche Begutachtung mittels einer von ihr eingesetzten Auswahlkommission organisiert hat.

Hintergrund: Grüner Wasserstoff

Um Wasserstoff als Energieträger nutzen zu können, muss Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten werden. Dieser Prozess ist sehr energieintensiv. Umweltschonend und effizient ist die Wasserstofftechnologie daher nur, wenn man für den Spaltungsprozess (die Elektrolyse) Strom aus erneuerbaren Energie nutzt. Der Bund hat in seinem in der vergangenen Woche vorgestellt Konjunkturpaket beschlossen, für Forschung und Entwicklung sowie die wirtschaftliche Nutzung von Wasserstoff insgesamt 9 Milliarden Euro bereitzustellen.

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